RCN 2014 Rennbericht 3. Lauf

RCN 2014 Rennbericht 3. Lauf

Diesmal gab es bei uns gleich 3 Premieren auf einmal. Zum einen war es die erste Veranstaltung, bei welcher wir mit dem 997 teilnahmen, außerdem war es der erste Start bei der RCN für unser Team und zuletzt der erste Start mit einem neuen Fahrer im Team. Tim Breidenbach sollte diesmal das erste Mal zusammen mit mir ins Lenkrad greifen. Nach Erledigung der üblichen Formalitäten, wie den Abnahmen für Technik und Dokumente, klarte das Wetter auf und pünktlich zum Start erschien die Sonne, so dass uns ein Reifenpoker erspart werden sollte. Tim durfte den Start fahren, um sich so mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Obwohl es seine ersten Runden auf einem Porsche in 2014 waren, machte er seine Sache besser als wir alle dachten und konnte bereits in der 2. Sprintrunde mit 7:51 Minuten seine persönlich schnellste Runde fahren. Aufgrund stärkeren Verkehrs und einer Doppelgelb Phase im Schwedenkreuz sanken die Rundenzeiten in den folgenden Runden. Nach 7 Runden kam Tim in die Box und Lukas konnte das Steuer übernehmen und das Auto ins Ziel zu bringen. Lukas konnte dann seine persönlich beste Zeit mit einer 7:40 setzen, bevor er dann für den Ausschluss aus der Wertung sorgte. Das lang erarbeitete Zettelabreiss System im Auto, welches den Überblick über bereits gefahrene Runden ermöglichen sollte, wurde durch Lukas falsch bedient, so dass er letztendlich eine Runde zu viel fuhr. Diese Tatsache sorgte dafür, dass wir leider kein Ergebnis einfahren konnten, aber trotzdem waren wir alle sehr zufrieden, da das Auto problemlos lief und sehr gut fahrbar ist. Im Hinblick auf den im Rahmen des 24h-Rennen stattfindenden STT Laufs, waren wir alle froh, dass Auto ohne einen Kratzer ins Ziel gebracht zu haben. Einziger Minuspunkt war der Verlust beider Seitenscheiben während des Laufs, ein Verlust, der sich in Grenzen hält.

Testfahrten Nürburgring GP 14.05.14

Testfahrten Nürburgring GP 14.05.14

Knapp 6 Jahre sollte unser weisser 993 warten, bis er endlich mal wieder mit zum Nürburgring mitgenommen wurde. Anlass für die Reise sollten Testfahrten auf der Nürburgring GP Strecke zusammen mit Christian Brendgens sein. Da Christian heute das erste Mal einen echten Rennwagen auf der GP Strecke bewegen wollte, bot sich der 993 für diese Aufgabe an. Bei kalten 4 Grad erreichten wir morgens den Ring, allerdings war das Wetter auf unserer Seite und sogar die Sonne zeigte sich vereinzeln. Im ersten Turn fuhr Lukas mit Christian als Beifahrer ein paar Runden um das Auto zu checken und seinem Beifahrer ein erstes Gefühl für das Auto und die Strecke zu vermitteln. Das Auto lief trotz der langen Standzeit absolut problemlos, so dass Christian die weiteren Turns in Angriff nehmen konnte. Er steigerte sich konstant jede Runde und fuhr sauberer und schneller, als wir alle es erwartet hatten. Selbst eine kurze, leichte Regenschauer konnte seine Freude über den Tag nicht vermindern. Glücklich konnten wir so abends das Auto wieder verladen und Christian hatteanschließend genug Zeit um seine ersten Eindrücke als Rennfahrer in Ruhe zu verarbeiten. Es war
sicherlich nicht das letzte mal, dass er mit uns fährt und wir freuen uns alle schon auf gemeinsameweitere Tests. Die Frage ist nur, ob der 993 jetzt wieder 6 Jahre Nürburgring Pause hat!?

VLN 2014 Einstellfahrten

VLN 2014 Einstellfahrten

Nach etwas über 2 Jahren Pause melden wir uns wieder am Ring zurück. Gründe für die etwas längere Pause gab es gleich mehrere, einer war sicher auch, dass uns der 996 RSR als nicht mehr VLN geeignet erschien. Grund hierfür war unter anderem die Balance of Performance, die aber eigentlich gar nicht von der VLN stammt, sondern von dem Verein, der gerne mal eine null zuviel dran hängt. Wie dem auch sei, nahmen wir uns daher vor, wenn überhaupt ein Auto an den Start zu bringen, dass nicht teuer gekauft werden sollte um es anschließend teuer wieder künstlich langsam zu machen. Auch wenn die VLN inzwischen voll von 997 Cups ist (es ist halt kein schlechtes Auto…), entschieden auch wir uns dafür, da es das derzeit einzig sinnvolle Fahrzeug für uns in der VLN darstellt. Nach längere Suche konnten wir uns ein schönes Exemplar aus dem Carrera Cup sichern. Aufgrund des Umbaus auf Paddle Shift (ja, leider sind die Getriebe noch immer ein Problem) werden wir uns in Zukunft in der uns altbekannten SP7 wiederfinden. Diese besteht jedoch heute hauptsächlich aus Cup Porsches und nicht mehr, wie vor einigen Jahren, aus diversen selbst aufgebauten Fahrzeugen diverser Hersteller. Aber warum meckern, auch wir haben genau diese Entwicklung mitgemacht.
Ein kleiner Sprung in das vergangene Wochenende. Da bei den Teammitglieder keinerlei Überredungsbedarf von Nöten war und auch der Porsche nach 3 Monaten mehr oder weniger fertig in der Garage stand, entschieden wir uns an den VLN Test- und Einstellfahrten teilzunehmen. Fahrwerksabstimmung war die hierbei der Hauptpunkt. Am Ring angekommen, war eigentlich alles wie immer und wir freuten uns die ersten Runden mit dem 997 in Angriff zu nehmen.
Am Samstagmorgen durfte Lukas bei trockener Strecke die ersten Installationsrunden drehen um unweigerlich festzustellen, dass das Gripniveau der Vorderachse gegen null tendierte. Richard teilte diese Meinung nach seinen ersten Runden. Aber auch kleinere Probleme in der Elektrik kamen zum Vorschein. Abhilfe gegen die Unfahrbare Vorderachse brachten letztendlich nur 2 neue Vorderreifen. Zum ersten Mal probieren wir seit langem mal wieder Michelin. Und siehe da, mit den neuen Reifen war die Vorderachse nicht mehr wieder zu erkennen. Aufgrund diverser übermotivierter Rennprofis und den daraus folgenden Roten Flaggen konnte Richard seine erste Nordschleifenrunde erst um 11.30 Uhr drehen um anschließend das Volant an Lukas zu übergeben. Beide klagten über eine sehr unangenehme Hinterachse, vor allem an schnellen Passagen. Nach kurzer Beratschlagung mit einem Nordschleifen- und Fahrwerksspezialist, brachte hierbei die Abänderung der Druckstufe der Hinterachse Abhilfe. Richard konnte das Auto in der folgenden Runde kaum wieder erkennen, so gut war die Hinterachse, jedoch neigte nun die Vorderachse zum Springen. Just in dem Moment, in dem Richard mit verstellter Vorderachsabstimmung noch einmal raus sollte, wurde das Training erneut unterbrochen. Leider dauerte dieses Pause solange an, dass es in der Zwischenzeit zu regnen und anschließend sogar zu schneien begann. Damit war der Tag für uns gelaufen.

STT 2011 Rennbericht 7. Lauf

STT 2011 Rennbericht 7. Lauf

Der Saisonabschluss fand diesmal nicht im Rahmen der VLN statt, sondern bei der STT. Hier könnt Ihr lesen wie es dazu kam und wie uns der Auftritt in der STT gefallen hat.

Aufgrund einer länger als erwartet andauernden Krankheit bei Jörg waren wir zum Umdisponieren gezwungen. Gerne wären wir noch ein paar Läufe bei der VLN gefahren. Der 996 GT3 RSR stand bereit und wartete auf seinen Einsatz. Doch beim Gedanken einen fremden Fahrer auf unser Auto zu lassen war uns nicht wohl, zu groß schienen die Risiken. Also wollten wir mal was ganz anderes ausprobieren und da bot sich die STT mit einem Lauf auf dem Nürburgring GP geradezu an. Lukas sollte beide Rennen à 30 Minuten fahren und so hatte das ganze Team nochmal die Möglichkeit ein Wochenende am Ring zu verbringen. Da noch gebrauchte Reifen vorhanden waren wurde kurzerhand das bestehende Nordschleifen Fahrwerk geändert. Die Federhärten etc. blieben jedoch gleich, was sicherlich kein Vorteil war, jedoch wussten wir so wo wir waren. Außerdem durfte der Airrestriktor und die Zusatzgewichte dort bleiben wo sie hingehören – zu Hause.
Donnerstags ging es dann auf zum Ring um das Zelt im Fahrerlager aufzubauen, das Auto zu bekleben und die technische Abnahme zu erledigen. Alles lief ganz in Ruhe ab, so dass uns freitagmorgen bei kaltem Wetter mit blauem Himmel das erste Qualifying erwarten konnte. Da Lukas noch nie den kompletten GP-Kurs gefahren war, wollte er erstmal die Strecke, sowie Bremspunkte kennenlernen. Doch leider kam er nicht weit. Schon in der 5. Runde brach der Schalthebel – Richtig, das war schon beim letzten VLN Lauf passiert und wir hatten anschließend durch Schweißarbeit für eine Instandsetzung gesorgt. Also holten wir den Porsche in die Box und besorgten einen neuen Schalthebel. Dieser wurde so schnell montiert, dass wir schon 3 Minuten vor dem 2. Qualifying fertig waren. Die 2:07 Min. in 1. Qualifying reichte für einen 9. Gesamtrang bei ca. 35 Startern und einem 4. Rang in der Klasse. Im 2. Qualifying war es dann sehr schwierig die Reifen bei den kalten Außen- und Streckentemperaturen zum Arbeiten zu bekommen und gleichzeitig auch noch eine freie Runde zu erwischen. Am Ende stand wieder ein 2:07 in der Liste, die diesmal den 10. Gesamtrang und den 3. Platz in der Klasse bedeutete. Um den Porsche etwas ruhiger auf der Hinterachse zu bekommen, verstellten wir den Heckspoiler und die vorderen Stabis.
Dann kam der Tag der beiden Rennen. Lukas sollte das erste Mal einen Start fahren und das ganze bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aber wieder mit blauem Himmel. Mit Schrecken stellten wir fest, dass so ziemlich alle Teams über Reifenheizdecken verfügten, die bei diesen kalten Temperaturen natürlich Gold wert waren. Lukas musste ohne Reifenheizdecken auskommen und versuchte in den, durch die Witterungsbedingen nötigen aber ungewöhnlichen, zwei Einführungsrunden die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Trotzdem verlor er direkt beim Start 4 Plätze. Runde für Runde konnte er dann einen Konkurrenten nach dem anderen vor sich schnappen, bis er schließlich auf dem 6. Gesamtrang lag. Doch in der letzten Runde musste er den deutlich PS-stärkeren Stealth B6 Sport den Vortritt lassen, der auf den Geraden einfach in einer anderen Welt fuhr. Trotzdem freute sich das Team über das Resultat, dass zum Schluss 7. Gesamtrang und 2. Platz in der Klasse bedeutete. Als schnellste Rennrunde schlug eine 2:05 Min zubuche, die nur 1,5 Sek. langsamer als die des Klassensieger war und das ganze mit steinalten Reifen, ohne Heizdecken und ohne passendem Fahrwerk.
Wie sollte man das noch steigern? Immerhin hatten die restlichen Autos vor ihm alle mindestens 150 PS mehr Leistung, bis auf Christopher Gerhard in seinem Porsche 997 GT3 Cup.
Beim 2. Lauf erwischte Lukas dann einen besseren Start und verlor anfangs nur einen Platz aufgrund der nicht vorgeheizten Reifen. Doch in den folgenden Runden konnte er sich wieder bis auf den 8. Platz vorarbeiten. Dort wurde der Vorwärtsdrang aber aufgrund der stark abbauenden Hinterreifen gestoppt. Dies schlug sich auch in der schnellsten Rennrunde nieder, die diesmal 2:06 Min bedeutete. Der 3. Rang in der Klasse, hinter Christopher Gerhard in seinem 997 GT3 Cup und einem Ford GT waren dann nochmal ein tolles Ergebnis.

Also gab es zum Saisonfinale nochmal 2 Pokale für die heimische Vitrine und wir lernten, dass man auch außerhalb der VLN mit sehr viel Spaß unterwegs sein kann.
Wir freuen uns schon auf die nächste Saison.

Eurer RPM-Racing Team

Auch von dem Einsatz in der STT haben wir ein paar Bilder für euch.

VLN 2011 Rennbericht 4. Lauf

VLN 2011 Rennbericht 4. Lauf

Und so wie es schon die “Vöglein” von den Bäumen getwittert haben, kommt hier nun der Rennbericht zum 4.Lauf der VLN.

Hallo meine lieben Freunde,

da bin ich wieder mit meinem Rennbericht, diesmal vom 4. VLN Lauf am 28.5.2011.
Doch bevor ich damit loslege, muss ich erst mal die Dinge erklären, die noch im Unklaren geblieben sind.

Zum einen ist die Frage noch ungeklärt, was es mit einem Ölleck beim letzten Rennen auf sicht hatte.
Zunächst vermuteten wir das Leck im Bereich des Motors. Zu Hause bauten wir den Motor aus, reinigten alles und bauten so ziemlich alles ab, was in Frage hätte kommen können. Mit dem Resultat, dass wir keine Ursache fanden. Wir dichteten zwar alles neu ab aber wie heißt es doch so schön: Wo man den Fehler nicht sieht, ist er auch nicht. Also hieß es für uns weitersuchen. Wir schraubten das Getriebe ab, bauten die Kupplung aus, entfernten das Drucklager und da sahen wir auch schon etwas. Der Simmering des Getriebes saß verkanntet in seiner Behausung und war im Außenbereich auch noch ein wenig angerissen. So traurig so was auch ist, so schön ist es auch dann doch, den Fehler zu sehen. wie gesagt: Was man nicht sieht, ist es nicht. Es war also Getriebeöl. Wieso haben wir das aber nicht gleich gerochen? Das Zeug stinkt doch im Gegensatz zum Motoröl! Die Antwort ist einfach: Wenn Getriebeöl flammenneu ist, wenig gelaufen ist und dazu noch heiß ist, stinkt es zum einen noch nicht und zum anderen ist es auch fast so dünn wie Motoröl. Deshalb ist es auch nicht eindeutig zu identifizieren. Freudig tauschten wir den Simmering aus, da es auch ein größerer Fehler hätte sein können. Für den Austausch brauchen wir sogar Spezialwerkzeug, dass wir uns von Per ausliehen. Vielen Dank dafür!

Die zweite offene Frage ist noch warum nicht beim 6h Rennen teilgenommen haben.
Die Antwort ist denkbar einfach: 6 Stunden sind eigentlich schon zu lang für zwei Fahrer und ich glaube, für unser Auto reichen auch 4h Rennen. Aber man weiß ja nie…

Doch nun aber zum eigentlichen Rennbericht:
Wir reisten am Freitag an und da wir nicht an den Einstellfahrten teilnahmen, konnten wir direkt zur Abnahme. Reglement bedingt mussten wir 25 kg zulegen und wiegen daher jetzt 1300 kg. Wir fahren jetzt mit einem Restriktor von 30,8 mm, der unserem Motor die Luft zum atmen reguliert. Diesmal gab es auch keine Probleme bei der Abnahme. Wir gingen daher relativ früh ins Hotel um uns auf den Samstag zu konzentrieren.
Das Wetter war super. Schon morgens schien die Sonne und es war komplett trocken. Lukas fuhr als erster raus und wärmte die Reifen an. Er blieb noch zwei Runden im Auto um eine Zeit zu setzen. Mit 9:06,214 min fuhr er seine persönlich schnellste auf der Nordschleife und damit in die Tat um, was er sich seit dem letzten Lauf vorgenommen hatte. Er wollte eine Rundenzeit um die 9:0x.xxx fahren. Ich persönlich meine, dass er jetzt Lunte gerochen hat. Ich schließe jetzt auch eine 8:5x.xxx nicht aus. Dann ging Jörg raus. Er sollte mit einer Superrunde weiter nach vorne fahren. Aber dann kam die rote Flagge. Das Training wurde abgebrochen, da unsere Boxenkollege mit dem superschönen schwarzen Audi im Bereich Metzgesfeld abgeflogen waren. Die Strecke wurde wegen für die Bergungsarbeiten geschlossen. Deshalb blieb die von Lukas gefahrene Runde von 9:06 min für uns stehen. Das bedeutete den 66. Startplatz für uns. Man muss sich das mal vorstellen was da oben abgeht: 59 Autos unter 9 min. Das war noch nie da!
Das Rennen startete mit ca. 45 min Verspätung, weil es Probleme mit der Zeitnahme gab und ohne diese geht es nun mal nicht. Jörg startete wieder mal relativ weit hinten in der 1. Startgruppe. Sein erster geplanter Stopp sollte nach 5 gefahrenen Runden erfolgen. Wir bevorzugen diese unnormale Taktik, da wir so dem Betrieb an der Zapfsäule aus dem Weg zu gehen versuchten. Als Jörg planmäßig reinkam, war er bereits auf der 36. Position. Wir tankten 41,1 Liter nach und dann ging Jörg wieder raus. Völlig unerwartet tauchte er dann nach der achten Runde an der Box auf, nachdem er schon auf Position 32 vorgefahren war und eine schnelle Runde von 8:58 min gefahren war. Als er reinkam, deutete alles auf den Schalthebel als Ursache für den Extra-Stopp aus. Der Schalthebel schlackerte aufgrund eines Bruchs im untersten Teil des Schalthebels lose in seinem Gehäuse herum. Was sollten wir jetzt machen? Aufgeben oder Reparieren? Wir wollten reparieren. Aber woher sollten wir einen neuen Schalthebel nehmen, da wir nur den einen haben? Dann hatte einer eine tollkühne Idee. Unsere Boxenfreunde von Captain Racing, die uns letztes Jahr schon in kameradschaftlicher Weise beim Boxenstop und Reifenwechsel helfen wollten, waren mit 2 Autos vor Ort. Beides waren 997er Cup Fahrzeuge, die genau den gleichen Schalthebel verbaut haben. Ein Fahrzeug stand im Fahrerlager herum, da es war nur für die Freitagseinsätze mitgebracht worden war. Jetzt ging alles ganz schnell. Ich weiß nicht mehr, ob Sie es uns sogar angeboten haben den Schalthebel auszubauen und bei uns einzubauen oder ob wir gefragt haben. Für die war das selbstverständlich uns zu helfen! Super! So was ist echte sportliche Kameradschaft, daher an dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an die Jungs von Captain Racing. Wir tauschten also den Schalthebel und Lukas ging wieder raus. Wir hatten beim dem Austausch 24 min. verloren. Der 32. Platz war kilometerweit entfernt. Nicht mal mehr unter den ersten 126 tauchten wir auf. Trotz alledem kämpfte sich Lukas nach vorne und fuhr eine 9:10 min. mit gebrauchten Reifen. Planmäßig kam er nach 8 runden in die Box zum Stopp. Wir waren mittlerweile schon wieder auf der 106. Position. Jörg stieg wieder ein und sollte das Ding nach Hause fahren. Jedoch kam er nach 3 Runden wieder an die Box, nachdem er Geräusche im Getriebe vermutete. Für uns galt es nach den Erfahrungen der Vergangenheit, kein Risiko in Form eines größeren Schadens einzugehen und so beendeten wir das Rennen. Bis zum nächsten Mal liebe RPM Freunde.

Euer Richard

PS: Ihr fragt warum dieser Rennbericht so ausführlich und lang ist? Ich habe Urlaub, sitze in einem Cafe in Kalifornien und habe alle Zeit der Welt.

Und wie gewohnt hier noch die Galerie zum 4.Lauf.

VLN 2011 Rennbericht 2. Lauf

VLN 2011 Rennbericht 2. Lauf

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle ja vom 4-Stunden Rennen berichten, aber leider bleibt nur ein Bericht von einem 4-Runden Rennen. Richard erzählt wie es dazu kam.

Guter Dinge und bei wieder einmal schönem Wetter reisten wir am Freitag an. Obwohl wir unser Getriebe komplett überholt hatten, wollten wir am Freitag nicht an den Test- und Einstellfahrten teilnehmen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde das Getriebe bereits ausführlich getestet, weshalb wir getrost auf einen weiteren Test verzichten konnten. Es war also ein Freitag der entspannteren Kategorie: Zur Abnahme fahren, ohne Zeitdruck und ohne in einer Riesenschlange zu stehen. Dann in der Box mit Liebe alles nochmal kontrollieren und zeitig Abendessen. Und genau so war es dann auch.
Samstag morgen stellten wir mit Freude fest, dass die Strecke trocken war. Deshalb ging Lukas auf Slicks raus, drehte ein paar Runden auf dem Grand Prix Kurs, um dann eine gezeitete Runde auf der Nordschleife zu fahren. Zu meinem Erstaunen legte Lukas in dieser Runde gleich mal die schnellste Runde seines Lebens hin: 9:13,465 min. Ich habe den Eindruck, dass Lukas so langsam den Bogen raus hat. Da wir immer eine Kamera an Bord haben, schaute ich mir die Runde mal an. Ich stellte fest, dass die Runde Verkehr ohne Ende und genau an den falschen Stellen irgendwelche Leute im Zweikampf hatte. Ohne diese Zeiträuber wäre das locker eine 9:0….. gewesen. Das ist jetzt eigentlich auch das nächste Ziel für Lukas. Bereift war er mit vorne steinalten und hinten flammeneuen Slicks, was keine ideale Mischung darstellte. Der neue Reifensatz sollte aber das ganze Rennen halten und blieb deshalb in der Box. Jörg legte dann am Ende des Trainings auf dem gleichen Reifensatz noch eben eine 8:59,937 hin. Das bedeutete einen 50. Startplatz für uns. Der Hammer: 50 Mann unter 9 min! Das gab es noch nie! Ich erinnere mich noch gut daran, wie ein Arthur Deutgen vor 10 Jahren mit Rundenzeiten um die 9:18 rum einen Gesamtsieg einfuhr!
Beim Check nach dem Training machten wir jedoch eine unangenehme Entdeckung: Ein öltriefender Unterboden! Also montierten wir diesen ab und reinigten und putzten ihn unter hohem Zeitdruck. Aber woher kam das Öl? War es beim Öleinfüllen verschüttet worden? Hatten wir ein Leck am Ölfilter? War irgendein Verschluss undicht? Hatte der Motor zu viel Öl im gehabt? Keine Ahnung! Aber die Zeit drängte in Form des Rennstarts. Was sollten wir also tun? Ich entschloss mich, Jörg rauszuschicken und 4 Runden fahren zu lassen. Dann sollte ein Stopp mit Tanken und Kontrolle folgen. Sollte wieder Öl in dieser Menge ausgetreten sein, war der Abbruch beschlossene Sache.
Jörg startete also aus der 50. Gesamtposition. Nach 2 Runden war er bereits auf den 38. Platz vorgefahren. Nach der 3. Runde fuhr Jörg als 36. über die Linie. Seine schnellste Zeit war eine 8:49,305. Das bedeutete die zweitschnellste Zeit für Jörg und unseren 996 GT3 RSR. Dann folgte der Stopp: Lukas und ich kontrollierten sofort das Heck auf einen möglichen Ölverlust. Verdammt – tatsächlich tropfte es wieder. Das bedeutete das Aus für uns. Mann o Mann, Jörg musste hinterm Lenkrad echt schlucken, als ich ihm die Hiobsbotschaft mitteilte. Er war voll drauf, denn er hatte gemerkt, dass heute mehr hätte gehen können. Unser 20. Gesamtplatz vom letzten Mal hätte noch verbessert werden können. Aber dieses Mal hat es wohl nicht sein sollen.

Für uns hieß es dann: aussteigen, packen und Pommes essen.

Bis zum nächsten Mal
Richard

Trotz des Ausfalls haben wir wieder ein paar Fotos vom 2.Lauf der VLN für euch in der Galerie.