RCN 2014 3H Rennen

RCN 2014 3H Rennen

Den Saisonabschluss sollte dieses Jahr das 3 Stunden Rennen des RCN für uns bilden. Tim Breidenbach war zusammen mit Richard und Lukas auf dem Porsche genannt. Zu äußerst früher Stunde (8Uhr) begann das Zeittraining bei komplett feuchter Strecke, aber ohne Regen. Richard wurde die Ehre zuteil, die erste gezeitete Runde zu fahren. Allerdings kam es dazu erst mit einer leichten Verzögerung, da es von Seiten des Veranstalters vergessen worden war, die lange GP Strecke hinter der Kurzanbindung abzusperren. Am Ende seiner Runde stand eine 11:22 auf der Uhr, die vorerst für Platz 1 im Gesamt reichte. Klar, waren ja auch mit die ersten die auf die Strecke gingen! Danach übernahm Tim das Steuer um sich mit den Streckenverhältnissen vertraut zu machen. Zum Schluss konnte Lukas dann mit 10:32 die schnellste Runde des Trios fahren und das Auto auf Platz 5 im Gesamt von über 140 Fahrzeugen stellen. Dabei sei erwähnt, dass die letzte schnelle Runde abgebrochen werden musste, da ein übereifriger Streckenposten seine Rote Flagge testen wollte… Aber nun ja, Platz 5 im Quali war bei feuchten Bedingungen ein Ergebnis mit dem wir bei weitem nicht gerechnet haben, dementsprechend gut war die Stimmung im Team. Auf dem Weg in die Startaufstellung zeigte sich nun auch die Sonne und die Temperaturen gingen dementsprechend hoch, so dass Trockenreifen logischerweise die einzige Wahl blieben. Ja? War dem so? Dazu später mehr. Da Lukas die schnellste Qualizeit gefahren ist, durfte er dann auch den Start übernehmen. Am Beginn der Einführungsrunde zeigte sich der GP Kurs von seiner trockensten Seite, so dass die Slicks anscheinend genau richtig sind. Aber Stopp, die Nordschleife kommt ja noch… und dort war es bereits im Bereich Hatzenbach noch sehr feucht. Flugplatz trocken, Fuchsröhre sehr nass, Adenauer Forst ok, so ging es dann die ganze Runde weiter. Als dann noch kurz vor der Start/Zielgeraden die komplette Strecke mit Ölbindemittel eingestreut war, war so ziemlich alles an Streckenverhältnissen geboten, was man sich vorstellen kann. Am Start konnte Lukas sich auf Platz 3 im Gesamt vorarbeiten und diese Position auch bis in den Hatzenbach verteidigen. Dort ließ er dann sicherheitshalber 2 sehr schnelle Konkurrenten durch, die mit den Streckenbedingungen besser zurechtkamen. Im Lauf der ersten Runden trocknete die Strecke nur sehr langsam ab und Lukas konnte sich konstant zwischen P6-8 halten, ehe er in seiner letzten (6.) Runde eingangs Hatzenbach Probleme mit dem vorderen rechten Reifen feststellte. Um größere Schäden vorsorglich zu vermeiden, stellte er das Auto im Bereich Breitscheid ab um dort den Reifen zu wechseln. Mit knapp 20 Minuten Zeitverlust konnte er dann in die Box fahren und Tim das Auto übergeben. Mit neuen Slicks konnte Tim zurück auf die Strecke und machte sich vertraut mit den noch immer sehr schwierigen Bedingungen. Er konnte dann durch konstant gute Rundenzeiten uns im Gesamt von ganz hinten auf Platz 82 hervorholen. Ohne einen Kratzer konnte der 997 dann nach 3 Stunden im Parc Fermé abgestellt werden und die Winterpause 14/15 eingeläutet werden.

STT 2014 Rennbericht 6. Lauf

STT 2014 Rennbericht 6. Lauf

Aufgrund der erfolgreich absolvierten Tests zusammen mit Christian Brendgens entschlossen wir uns zusammen mit Christian am vorletzten Lauf der STT Meisterschaft teilzunehmen. Dabei sah der Plan so aus, dass Christian das erste und Lukas das zweite 30-minütige Sprintrennen fahren sollte. Freitags morgens ging Lukas als erster in das freie Training um den Wagen und das wieder eingebaute Paddle Shift zu checken. Auto war ok, also konnte Robert Hinzer als nächster das freie Training in Angriff nehmen. Er fand sich direkt in unserem 997zurecht und konnte sehr zufriedenstellende Zeiten in den Asphalt brennen, bevor er für weitere Tests in seinen Mazda RX-7 umstieg. Ihr erinnert euch?? Ja, genau der vom ADAC 24h Classic Rennen oder besser gesagt Qualifying;) Unglücklicherweise fiel uns nach Roberts Turn auf, dass der Kompressor für das Paddle Shift in einem durch lief und enorme Temperaturen erreichte. Ein kurzer Check zeigte, dass das Leck im Bereich des Schaltzylinders stecken musste. Doch da es bereits Zeit für Christians Test war musste die Fehlersuche auf später verlegt werden. Auch Christians Testsession verlief problemlos, so dass wir ein wenig Zeit vor dem ersten Zeittraining hatten, das Pneumatische System des Paddle Shifts abzudichten. Dies gelang auch, so dass im weiteren Verlauf des Wochenendes keine Probleme mehr auftraten. Soviel sei vorweggenommen, es war ein defektes Magnetventil, welches eine kleine Leckage aufzeigte.
Jetzt gings dann auch endlich los für Christian, der kurz vor seinem ersten Qualifying stand. Er schlug sich tapfer und konnte mit 2:10 Minuten den 14. Platz Gesamt und den 2. in der Klasse herausfahren. Samstags morgens ging es dann in Quali 2 für Lukas. Mit einer nicht wirklich zufrieden stellenden 2:08 hieß es Platz 11 Gesamt und ebenfalls Platz 2 in der Klasse für ihn.
Nach einer kleinen Pause wurde es nun ernst für Christian, der seinem ersten Rennen kurz bevor stand. Er meisterte den Start problemlos, fiel jedoch auf Platz 3 in der Klasse zurück. Diesen Platz konnte er dann im gesamten Rennen beibehalten und fuhr am Ende, trotz stark abbauender Reifen auf P14 im Gesamt. Zur Freude aller hieß die 3. Position ein Platz auf dem Treppchen bei der Siegerehrung und gleich ein Pokal bei seinem ersten Rennen. Super!!!!
Für das 2. Rennen am Sonntag prognostizierten die Wettervorhersagen Regen… Doch es kam wie immer: anders!! Dichter Nebel lag über dem Nürburgring und als auch um 12 Uhr keine Wetterbesserung in Sicht war, entschied der Veranstalter das Rennen zu annullieren. Schade, aber die richtige Entscheidung!! Somit gab es leider nur ein zählbares Ergebnis für uns an diesem Wochenende.

RCN 2014 Rennbericht 8. Lauf

RCN 2014 Rennbericht 8. Lauf

Den 8. Und somit letzten Lauf der 2014er RCN bestritt Lukas wieder zusammen mit Tim. Aufgrund
der Probleme mit dem Paddle Shift, setzten wir bei diesem Lauf einmal nochmal den originalen
Schalthebel im 997 ein. Zur Beruhigung aller, verzog sich der morgendliche Nebel rechtzeitig, so dass
der Lauf bei schönstem Wetter stattfinden konnte. Nach knapp 3-monatiger Pause nutzte Tim die
Möglichkeit und übernahm den Startturn. Er konnte dabei seine persönlich schnellste Runde bei
starkem Verkehr um 5 Sekunden auf 7:45 Minuten senken. Nach 7 Runden kam er planmäßig in die
Box und Lukas übernahm den Porsche mit frischen Reifen. In den folgenden Runden konnte er trotz
mehreren Doppeltgelb Phasen und starkem Verkehrsaufkommen eine 7:35 Minuten fahren und
damit auch seine persönlich schnellste Runde auf der Nordschleife fahren. Nach 15 Runden konnte
das Rennen problemlos im Parc Fermé beendet werden. Zur Freude des gesamten Teams sprang am
Ende des Tages ein 5. Platz im Gesamt von 157 Startern und ein 3. Platz in der Klasse von 10 Startern.

VLN 2014 Rennbericht 6. Lauf

VLN 2014 Rennbericht 6. Lauf

RPM startet nach längerer Abwesenheit endlich wieder in der VLN. Leider wurden die Bemühungen nicht belohnt und unser 997 Cup musste nach der 9. Runde mit einem technischen Defekt abgestellt werden.

Doch nun ganz von vorne: Nach der Zusage von Marcus Löhnert als 3. Fahrer war der 6. VLN Lauf für uns beschlossene Sache. Nach den Testfahrten in Hockenheim belief sich die Vorbereitungszeit für den Lauf auf gerade einmal 5 Tage. Da die VLN in letzter Zeit nicht nur positiv aufgefallen war, waren wir diesmal besonders auf den Ablauf des gesamten Wochenendes gespannt. Wir reisten ausnahmsweise bereits Donnerstags an, so dass wir Freitags in Ruhe alles vor den von 16 bis 18 Uhr stattfindenden Testfahrten erledigen konnten. Richard fuhr im freien Training als Erster raus, um noch ein paar Kleinigkeiten am Fahrwerk zu erörtern und übergab dann nach 3 Runden das Fahrzeug an Marcus, der seine ersten Runden mit dem Auto drehen konnte. Am Abend wurde das Fahrzeug zur Sicherheit noch einmal vermessen, sowie einige Routinechecks durchgeführt.
Der Samstag begrüßte uns mit sommerlichen Temperaturen und im Qualifying konnte direkt auf Zeit gefahren werden. Als erster fuhr Lukas raus, der sich am Anfang des Qualis eine freie Runde erhoffte und diese dann auch bekam. In der 2. Runde konnte er dann endlich mit einer 8:56.000 die 9 Minuten Grenze knacken. Anschließend ging Marcus auf Zeitenjagd, jedoch wurde er in beiden Runden von Doppelgelb Zonen an einer schnellen Zeit gehindert. Als letzter ging dann Richard auf die Strecke. Er konnte trotz starkem Verkehr noch eine 9:06 in den Asphalt brennen. Vor dem Start wurden noch schnell die vorderen Bremsbeläge gewechselt, sowie eine hintere Felge getauscht. Hierbei vielen Dank an Michael von HRT für die freundliche Leihgabe einer hinteren Felge!!!! Da Lukas im Quali die schnellste Runde gefahren war, sollte er auch den Start fahren. In der Startaufstellung war der Platz neben uns leider leer, dort hätte eigentlich unser guter Freund Jörg Stephan stehen sollen. Nächstes Mal klappt es besser, Jörg!!! Der Start selber lief dann problemlos und Lukas konnte in den ersten 7. Runden von Platz 38 auf 26 im Gesamt vorfahren. Dabei konnte er mit 8:53 auch nochmals seine persönlich schnellste Runde verbessern. Als nächster übernahm dann Marcus das Steuer für einen 11 Runden Turn. Als er dann allerdings schon nach 2 Runden die Box erneut aufsuchte, verhieß dies nichts Gutes. Leider waren wir gezwungen das Auto aufgrund von Motorproblemen abzustellen. Der Fehler ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht gefunden, scheint aber ein Sensor- oder Steuergerätproblem zu sein. Wir halten euch auf dem Laufenden!!!!

24.7.2014 Trackday Hockenheim

24.7.2014 Trackday Hockenheim

Hockenheim, mal was Neues! Gebucht war ein Trackday um Reifen- und Einstellung am Porsche 997 zu testen. Außerdem war Christian Brendgens wieder dabei um Erfahrung auf dem Cup Porsche zu sammeln.
Nach einem entspannten Anreisetag am Mittwoch konnten wir am Abend beim gemütlichen Abendessen noch ein paar Motorsport-Anekdoten austauschen. Gebucht hatten wir das Hotel direkt an der Streck. Vom Zimmer hatten wir direkten Zugang zu der Tribüne auf Start-Ziel. Eine tolle Atmosphäre.
Am Donnerstagmorgen ging es dann entspannt weiter, die Box hatten wir schon am Abend zuvor bezogen. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, 28 Grad und Sonnenschein.
Lukas fuhr den ersten Turn, danach war Christian an der Reihe. Der Porsche lief wie ein Uhrwerk und lies konstant schnelle Rundenzeiten zu. Perfekt! Einziger Wehrmutstropfen… 30 Minuten vor dem fünften und letzten Turn kam ein heftiger Regenschauer runter. Wir beschlossen, daher aufgrund der Streckenbedingung den letzten Turn nicht mehr zu fahren.

Fazit: Ein perfekt vorbereiteter Trackday! Danke an das Team.

STT 2014 Rennbericht 3. Lauf

STT 2014 Rennbericht 3. Lauf

Wahnsinn, was eine seltene Gelegenheit, die STT fährt im Rahmen des größten Autorennens auf der Nordschleife, da mussten wir einfach dabei sein. Wir nannten bereits im Januar um sicher zu gehen, dass wir auch einen Startplatz für dieses Rennen erhielten. Nach langen Vorbereitungen war es dann am Mittwochmorgen endlich so weit, dass die Reise zum ADAC 24 Stunden Rennen begann. Porsche, Zelt, Grill und auch sonst sehr viel dabei, eigentlich kann doch nichts mehr schief gehen, oder? Wie sehr man sich irren kann… Aber dazu später im Bericht! Aufgrund der tollen Organisation seitens der STT, sowie der 24h Veranstalter verlief der Bezug des Boxengeländes einwandfrei. Einen Sonnenbrand gab es abends dann noch gratis dazu. Abends wurde dann unsere Ferienwohnung bezogen, bei der es nebenbei noch einen alten Formel Rennwagen aus den 60er Jahren zu bestaunen gab. Wäre man damals in einer Thunfischdose gefahren, wäre es wahrscheinlich genauso sicher gewesen!! Nunja, nun stand mit dem Donnerstag der erste Tag an, an dem dann endlich gefahren werden sollte. Los ging es um 12 Uhr mit dem ADAC 24h Classic Rennen. Wie, der 997 beim Classic Rennen?? Nee, habe ja ganz vergessen zu erwähnen, dass mir auch noch die Ehre zuteil wurde, auf einem Mazda RX-7, zusammen mit Robert Hinzer das Classic Rennen zu fahren. Damit ich die Fahrerbesprechung der STT nicht verpasste, sollte ich als erster 4 Runden im Quali mit dem Mazda fahren. Die erste Runde war der absolute Wahnsinn, nein, nicht nur wegen des Mazdas, sondern wegen der Stimmung an der Rennstrecke. In Streckenabschnitten, in denen bei der VLN sich nicht mal ein Zuschauer verirrt, entstehen hier gleich ganze Städte. Ich kann mich nur wiederholen: Es ist der Wahnsinn, das aus der Fahrersicht zu erleben. Wahrscheinlich ist Le Mans die einzige Steigerung hiervon, aber fahr da mal mit einem Mazda RX-7 mit… Auch in der zweiten Runde galt es weiterhin den Grenzbereich des Mazdas irgendwo auf der Strecke zu finden. Das einzige, was ich dann auf der Döttinger Höhe fand, war ein Schwall Öl, der den kompletten Innenraum inklusive Fahrer vollsaute. Ehe ich das Öl zuordnen konnte, stieg Rauch empor und ich stellte das Auto schnellstmöglich hinter der Boxenausfahrt ab, um ja nichts kaputt zu machen. Die Streckensicherung machte einen tollen Job und löschte sofort das entstandene Feuer, welches durch das austretende Feuer auf dem Kat entfacht wurde. Kurz zusammengefasst: Es war der Simmerring am Getriebeausgang zur Kardanwelle und das Auto konnte auch nicht mehr im Rennen starten. Es tat mir besonders Leid für Robert, der keinen Meter mit seinem Auto fahren konnte. Abhaken und ab jetzt voll und ganz auf die STT konzentrieren, da sollte donnerstags abends immerhin noch freies Training sein. Wir nutzten es um verschiedene Reifensätze und neue Felgen am Auto auszuprobieren. Das Auto fuhr sich wie ein Traum und nach 4 Runden Nordschleife sprang ein 10. Platz bei 50 Teilnehmern heraus. Ja, genau da wollte ich gerne hin, Top 10 sollte es schon werden. Nach dem durchchecken des Fahrzeugs, gab es noch ein fulminantes Abendessen um den Geburtstag unseres Teamchefs gebührend zu feiern. Am nächsten Morgen stand um 8 Uhr bereits das Zeittraining an und pünktlich kurz vor dem Qualifying kam dann auch der erste Regen runter. Also Regenreifen drauf, da laut diverser Gerüchte die Nordschleife stellenweise sehr nass sein sollte. Nicht so gut traf sich hierbei, dass es meine allerersten Regenkilometer in dem 997 sein sollten. Dementsprechende vorsichtig ging ich in der ersten Runde ans Werk. Leider war dann die zweite Runde schon deutlich nasser, so dass keine Zeitverbesserungen mehr möglich waren. Also das Auto abstellen und sich mit der 13. Startposition für das morgige Rennen zufrieden geben.
Nun war es soweit, der große Tag des Rennens stand an und auch die Boxenanlage hatte sich bereits bis ins letzte Loch gefüllt. Reihe 7 in der Startaufstellung, da sollte doch noch Raum nach vorne sein. Das Auto schien optimal vorbereitet und brandneue Michelins sollten jeden Zweifel aus dem Weg räumen. Obwohl ich inzwischen seit knapp 3 Jahren keinen Start (und auch kein Rennen) mehr gefahren war, wollte ich mir beim Start die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Nun, war es so weit, die Einführungsrunde vor dieser Riesenkulisse sollte beginnen. Darauf hatte ich mich besonders gefreut, denn endlich hat man einmal Zeit sich in Ruhe die ganzen Fans anzuschauen – dachte ich!
Eingang Nordschleife kommt dann alles anders! Was ist denn jetzt los?? Leichte Regentropfen auf der Scheibe? Ich entschließe mich den Wischer zu betätigen und zu schauen ob weiterer Regen fällt. Ich habe diesen Gedanken noch nicht zu Ende geführt, da trifft mich der Schlag. Die Scheibe ist total verschmiert! Was? Das war kein Regen! Ich fahre weiter und es tröpfelt weiter… Verliere ich etwa Benzin, ist der Tankdeckel nicht drauf? Nein, das würde man sofort riechen. Dann kommt mir eine bittere Vorahnung, der BMW M1 vor mir verliert peu a peu sein Getriebeöl und da ich das nächste Fahrzeug hinter ihm bin, trifft es mich volle Breitseite! In diesem Moment fühle ich mich wie im falschen Film. Wochenlang freut man sich auf dieses Rennen und dann so eine Sch…! Ich könnte damit leben, wenn es meine Schuld wäre, aber wegen der schlechten Vorbereitung eines Konkurrenten jetzt so ein Problem zu haben lässt einen verzweifeln. Spätestens im Bereich Bergwerk wusste ich, dass die Sache hier für mich gelaufen ist! Aber ich weiß auch, dass ich während des Starts nicht in die Box einbiegen sollte, da ich dort dann den Start der 2. Startgruppe abwarten müsste, also muss ich da jetzt durch. Döttinger Höhe nochmal die Reifen richtig auf Temperatur bringen und dann geht’s los. Der Start ist ok, ich bekomme 2-3 Konkurrenten, setze mich beim Bremsen neben einen Porsche, der macht in der Mercedes Arena die Tür zu und ich kann nirgends hin. Kleine Berührung, nicht schlimm und ich kann ihn halten. Dann Eingang Nordschleife, der Ölwerfer ist zu meinem Unglück immer noch vor mir und die Sicht wird immer miserabler. Der Wischer wird nochmals als Verzweiflungstat eingesetzt, da ich denke, dass es nicht mehr schlimmer werden kann… Wie man sich täuschen kann! Eingang Hatzenbach ist die Sicht gleich null und ich muss fast das ganze Feld passieren lassen, da es echt zu gefährlich ist. Inzwischen bin ich der Verzweiflung nahe und suche mir einen langsameren Porsche, dessen weiße Umrisse ich noch erkennen kann und folge ihm in die Box. Es verrinnt eine gefühlte Ewigkeit bis der Bremsenreiniger gefunden ist und ich wieder die Box verlasse – als Letzter! Der Rest vom Rennen ist dann eigentlich schnell erzählt. Bei weitestgehend freier Strecke, bis auf eine doppelt gelb Phase auf dem GP Kurs kann ich mich vom 49. auf den 26. Platz im Gesamt vorfahren, mehr ging einfach nicht! Ich glaube nach dem Rennen war mir die Enttäuschung echt ins Gesicht geschrieben, es wäre heute viel mehr möglich gewesen. Nach dem Rennen ging ich dann zu den M1 Jungs, die wohl von ihrem Ölleck wussten… Eine Entschuldigung gabs nicht. Hoffe, dass das Auto demnächst vernünftig vorbereitet ist wenn es wieder auf der Strecke ist. Gott sei Dank, kann ich ihn in der VLN nicht vor mir haben in der Startaufstellung;) Ich habe 2 Tage Pause zwischen Rennen und Bericht gelassen, damit ich nicht zuviel über den M1 schreibe, sonst kämen solche Themen zur Sprache, warum dieses Fahrzeug in der VLN in der Gruppe H in etwa so zulassungsberechtigt ist wie ein neues DTM Auto, aber lassen wir das….
Aber einen letzten Satz muss ich doch noch loswerden: Nach dem Rennen kamen noch einige Fahrer auf mich zu und berichteten auch davon, dass ihre Frontscheiben voller Öl waren und sie kaum Sicht nach vorne hatten! Woher das wohl kam?
Nunja, trotzdem waren es alles in allem ein paar richtig geile Tage, die unser Team am Ring verbringen konnte. Außerdem konnte ich meine persönliche Bestzeit fahren, die in etwa einer 8:57 in der VLN entspricht, aber da geht noch mehr!
Und falls die STT dieses Rennen 2015 wiederholt sind wir hoffentlich wieder dabei!

Hier noch einmal unser kleiner Onboardzusammenschnitt: