STT 2014 Rennbericht 3. Lauf

STT 2014 Rennbericht 3. Lauf

Wahnsinn, was eine seltene Gelegenheit, die STT fährt im Rahmen des größten Autorennens auf der Nordschleife, da mussten wir einfach dabei sein. Wir nannten bereits im Januar um sicher zu gehen, dass wir auch einen Startplatz für dieses Rennen erhielten. Nach langen Vorbereitungen war es dann am Mittwochmorgen endlich so weit, dass die Reise zum ADAC 24 Stunden Rennen begann. Porsche, Zelt, Grill und auch sonst sehr viel dabei, eigentlich kann doch nichts mehr schief gehen, oder? Wie sehr man sich irren kann… Aber dazu später im Bericht! Aufgrund der tollen Organisation seitens der STT, sowie der 24h Veranstalter verlief der Bezug des Boxengeländes einwandfrei. Einen Sonnenbrand gab es abends dann noch gratis dazu. Abends wurde dann unsere Ferienwohnung bezogen, bei der es nebenbei noch einen alten Formel Rennwagen aus den 60er Jahren zu bestaunen gab. Wäre man damals in einer Thunfischdose gefahren, wäre es wahrscheinlich genauso sicher gewesen!! Nunja, nun stand mit dem Donnerstag der erste Tag an, an dem dann endlich gefahren werden sollte. Los ging es um 12 Uhr mit dem ADAC 24h Classic Rennen. Wie, der 997 beim Classic Rennen?? Nee, habe ja ganz vergessen zu erwähnen, dass mir auch noch die Ehre zuteil wurde, auf einem Mazda RX-7, zusammen mit Robert Hinzer das Classic Rennen zu fahren. Damit ich die Fahrerbesprechung der STT nicht verpasste, sollte ich als erster 4 Runden im Quali mit dem Mazda fahren. Die erste Runde war der absolute Wahnsinn, nein, nicht nur wegen des Mazdas, sondern wegen der Stimmung an der Rennstrecke. In Streckenabschnitten, in denen bei der VLN sich nicht mal ein Zuschauer verirrt, entstehen hier gleich ganze Städte. Ich kann mich nur wiederholen: Es ist der Wahnsinn, das aus der Fahrersicht zu erleben. Wahrscheinlich ist Le Mans die einzige Steigerung hiervon, aber fahr da mal mit einem Mazda RX-7 mit… Auch in der zweiten Runde galt es weiterhin den Grenzbereich des Mazdas irgendwo auf der Strecke zu finden. Das einzige, was ich dann auf der Döttinger Höhe fand, war ein Schwall Öl, der den kompletten Innenraum inklusive Fahrer vollsaute. Ehe ich das Öl zuordnen konnte, stieg Rauch empor und ich stellte das Auto schnellstmöglich hinter der Boxenausfahrt ab, um ja nichts kaputt zu machen. Die Streckensicherung machte einen tollen Job und löschte sofort das entstandene Feuer, welches durch das austretende Feuer auf dem Kat entfacht wurde. Kurz zusammengefasst: Es war der Simmerring am Getriebeausgang zur Kardanwelle und das Auto konnte auch nicht mehr im Rennen starten. Es tat mir besonders Leid für Robert, der keinen Meter mit seinem Auto fahren konnte. Abhaken und ab jetzt voll und ganz auf die STT konzentrieren, da sollte donnerstags abends immerhin noch freies Training sein. Wir nutzten es um verschiedene Reifensätze und neue Felgen am Auto auszuprobieren. Das Auto fuhr sich wie ein Traum und nach 4 Runden Nordschleife sprang ein 10. Platz bei 50 Teilnehmern heraus. Ja, genau da wollte ich gerne hin, Top 10 sollte es schon werden. Nach dem durchchecken des Fahrzeugs, gab es noch ein fulminantes Abendessen um den Geburtstag unseres Teamchefs gebührend zu feiern. Am nächsten Morgen stand um 8 Uhr bereits das Zeittraining an und pünktlich kurz vor dem Qualifying kam dann auch der erste Regen runter. Also Regenreifen drauf, da laut diverser Gerüchte die Nordschleife stellenweise sehr nass sein sollte. Nicht so gut traf sich hierbei, dass es meine allerersten Regenkilometer in dem 997 sein sollten. Dementsprechende vorsichtig ging ich in der ersten Runde ans Werk. Leider war dann die zweite Runde schon deutlich nasser, so dass keine Zeitverbesserungen mehr möglich waren. Also das Auto abstellen und sich mit der 13. Startposition für das morgige Rennen zufrieden geben.
Nun war es soweit, der große Tag des Rennens stand an und auch die Boxenanlage hatte sich bereits bis ins letzte Loch gefüllt. Reihe 7 in der Startaufstellung, da sollte doch noch Raum nach vorne sein. Das Auto schien optimal vorbereitet und brandneue Michelins sollten jeden Zweifel aus dem Weg räumen. Obwohl ich inzwischen seit knapp 3 Jahren keinen Start (und auch kein Rennen) mehr gefahren war, wollte ich mir beim Start die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Nun, war es so weit, die Einführungsrunde vor dieser Riesenkulisse sollte beginnen. Darauf hatte ich mich besonders gefreut, denn endlich hat man einmal Zeit sich in Ruhe die ganzen Fans anzuschauen – dachte ich!
Eingang Nordschleife kommt dann alles anders! Was ist denn jetzt los?? Leichte Regentropfen auf der Scheibe? Ich entschließe mich den Wischer zu betätigen und zu schauen ob weiterer Regen fällt. Ich habe diesen Gedanken noch nicht zu Ende geführt, da trifft mich der Schlag. Die Scheibe ist total verschmiert! Was? Das war kein Regen! Ich fahre weiter und es tröpfelt weiter… Verliere ich etwa Benzin, ist der Tankdeckel nicht drauf? Nein, das würde man sofort riechen. Dann kommt mir eine bittere Vorahnung, der BMW M1 vor mir verliert peu a peu sein Getriebeöl und da ich das nächste Fahrzeug hinter ihm bin, trifft es mich volle Breitseite! In diesem Moment fühle ich mich wie im falschen Film. Wochenlang freut man sich auf dieses Rennen und dann so eine Sch…! Ich könnte damit leben, wenn es meine Schuld wäre, aber wegen der schlechten Vorbereitung eines Konkurrenten jetzt so ein Problem zu haben lässt einen verzweifeln. Spätestens im Bereich Bergwerk wusste ich, dass die Sache hier für mich gelaufen ist! Aber ich weiß auch, dass ich während des Starts nicht in die Box einbiegen sollte, da ich dort dann den Start der 2. Startgruppe abwarten müsste, also muss ich da jetzt durch. Döttinger Höhe nochmal die Reifen richtig auf Temperatur bringen und dann geht’s los. Der Start ist ok, ich bekomme 2-3 Konkurrenten, setze mich beim Bremsen neben einen Porsche, der macht in der Mercedes Arena die Tür zu und ich kann nirgends hin. Kleine Berührung, nicht schlimm und ich kann ihn halten. Dann Eingang Nordschleife, der Ölwerfer ist zu meinem Unglück immer noch vor mir und die Sicht wird immer miserabler. Der Wischer wird nochmals als Verzweiflungstat eingesetzt, da ich denke, dass es nicht mehr schlimmer werden kann… Wie man sich täuschen kann! Eingang Hatzenbach ist die Sicht gleich null und ich muss fast das ganze Feld passieren lassen, da es echt zu gefährlich ist. Inzwischen bin ich der Verzweiflung nahe und suche mir einen langsameren Porsche, dessen weiße Umrisse ich noch erkennen kann und folge ihm in die Box. Es verrinnt eine gefühlte Ewigkeit bis der Bremsenreiniger gefunden ist und ich wieder die Box verlasse – als Letzter! Der Rest vom Rennen ist dann eigentlich schnell erzählt. Bei weitestgehend freier Strecke, bis auf eine doppelt gelb Phase auf dem GP Kurs kann ich mich vom 49. auf den 26. Platz im Gesamt vorfahren, mehr ging einfach nicht! Ich glaube nach dem Rennen war mir die Enttäuschung echt ins Gesicht geschrieben, es wäre heute viel mehr möglich gewesen. Nach dem Rennen ging ich dann zu den M1 Jungs, die wohl von ihrem Ölleck wussten… Eine Entschuldigung gabs nicht. Hoffe, dass das Auto demnächst vernünftig vorbereitet ist wenn es wieder auf der Strecke ist. Gott sei Dank, kann ich ihn in der VLN nicht vor mir haben in der Startaufstellung;) Ich habe 2 Tage Pause zwischen Rennen und Bericht gelassen, damit ich nicht zuviel über den M1 schreibe, sonst kämen solche Themen zur Sprache, warum dieses Fahrzeug in der VLN in der Gruppe H in etwa so zulassungsberechtigt ist wie ein neues DTM Auto, aber lassen wir das….
Aber einen letzten Satz muss ich doch noch loswerden: Nach dem Rennen kamen noch einige Fahrer auf mich zu und berichteten auch davon, dass ihre Frontscheiben voller Öl waren und sie kaum Sicht nach vorne hatten! Woher das wohl kam?
Nunja, trotzdem waren es alles in allem ein paar richtig geile Tage, die unser Team am Ring verbringen konnte. Außerdem konnte ich meine persönliche Bestzeit fahren, die in etwa einer 8:57 in der VLN entspricht, aber da geht noch mehr!
Und falls die STT dieses Rennen 2015 wiederholt sind wir hoffentlich wieder dabei!

Hier noch einmal unser kleiner Onboardzusammenschnitt:

RCN 2014 Rennbericht 3. Lauf

RCN 2014 Rennbericht 3. Lauf

Diesmal gab es bei uns gleich 3 Premieren auf einmal. Zum einen war es die erste Veranstaltung, bei welcher wir mit dem 997 teilnahmen, außerdem war es der erste Start bei der RCN für unser Team und zuletzt der erste Start mit einem neuen Fahrer im Team. Tim Breidenbach sollte diesmal das erste Mal zusammen mit mir ins Lenkrad greifen. Nach Erledigung der üblichen Formalitäten, wie den Abnahmen für Technik und Dokumente, klarte das Wetter auf und pünktlich zum Start erschien die Sonne, so dass uns ein Reifenpoker erspart werden sollte. Tim durfte den Start fahren, um sich so mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Obwohl es seine ersten Runden auf einem Porsche in 2014 waren, machte er seine Sache besser als wir alle dachten und konnte bereits in der 2. Sprintrunde mit 7:51 Minuten seine persönlich schnellste Runde fahren. Aufgrund stärkeren Verkehrs und einer Doppelgelb Phase im Schwedenkreuz sanken die Rundenzeiten in den folgenden Runden. Nach 7 Runden kam Tim in die Box und Lukas konnte das Steuer übernehmen und das Auto ins Ziel zu bringen. Lukas konnte dann seine persönlich beste Zeit mit einer 7:40 setzen, bevor er dann für den Ausschluss aus der Wertung sorgte. Das lang erarbeitete Zettelabreiss System im Auto, welches den Überblick über bereits gefahrene Runden ermöglichen sollte, wurde durch Lukas falsch bedient, so dass er letztendlich eine Runde zu viel fuhr. Diese Tatsache sorgte dafür, dass wir leider kein Ergebnis einfahren konnten, aber trotzdem waren wir alle sehr zufrieden, da das Auto problemlos lief und sehr gut fahrbar ist. Im Hinblick auf den im Rahmen des 24h-Rennen stattfindenden STT Laufs, waren wir alle froh, dass Auto ohne einen Kratzer ins Ziel gebracht zu haben. Einziger Minuspunkt war der Verlust beider Seitenscheiben während des Laufs, ein Verlust, der sich in Grenzen hält.

Testfahrten Nürburgring GP 14.05.14

Testfahrten Nürburgring GP 14.05.14

Knapp 6 Jahre sollte unser weisser 993 warten, bis er endlich mal wieder mit zum Nürburgring mitgenommen wurde. Anlass für die Reise sollten Testfahrten auf der Nürburgring GP Strecke zusammen mit Christian Brendgens sein. Da Christian heute das erste Mal einen echten Rennwagen auf der GP Strecke bewegen wollte, bot sich der 993 für diese Aufgabe an. Bei kalten 4 Grad erreichten wir morgens den Ring, allerdings war das Wetter auf unserer Seite und sogar die Sonne zeigte sich vereinzeln. Im ersten Turn fuhr Lukas mit Christian als Beifahrer ein paar Runden um das Auto zu checken und seinem Beifahrer ein erstes Gefühl für das Auto und die Strecke zu vermitteln. Das Auto lief trotz der langen Standzeit absolut problemlos, so dass Christian die weiteren Turns in Angriff nehmen konnte. Er steigerte sich konstant jede Runde und fuhr sauberer und schneller, als wir alle es erwartet hatten. Selbst eine kurze, leichte Regenschauer konnte seine Freude über den Tag nicht vermindern. Glücklich konnten wir so abends das Auto wieder verladen und Christian hatteanschließend genug Zeit um seine ersten Eindrücke als Rennfahrer in Ruhe zu verarbeiten. Es war
sicherlich nicht das letzte mal, dass er mit uns fährt und wir freuen uns alle schon auf gemeinsameweitere Tests. Die Frage ist nur, ob der 993 jetzt wieder 6 Jahre Nürburgring Pause hat!?

VLN 2014 Einstellfahrten

VLN 2014 Einstellfahrten

Nach etwas über 2 Jahren Pause melden wir uns wieder am Ring zurück. Gründe für die etwas längere Pause gab es gleich mehrere, einer war sicher auch, dass uns der 996 RSR als nicht mehr VLN geeignet erschien. Grund hierfür war unter anderem die Balance of Performance, die aber eigentlich gar nicht von der VLN stammt, sondern von dem Verein, der gerne mal eine null zuviel dran hängt. Wie dem auch sei, nahmen wir uns daher vor, wenn überhaupt ein Auto an den Start zu bringen, dass nicht teuer gekauft werden sollte um es anschließend teuer wieder künstlich langsam zu machen. Auch wenn die VLN inzwischen voll von 997 Cups ist (es ist halt kein schlechtes Auto…), entschieden auch wir uns dafür, da es das derzeit einzig sinnvolle Fahrzeug für uns in der VLN darstellt. Nach längere Suche konnten wir uns ein schönes Exemplar aus dem Carrera Cup sichern. Aufgrund des Umbaus auf Paddle Shift (ja, leider sind die Getriebe noch immer ein Problem) werden wir uns in Zukunft in der uns altbekannten SP7 wiederfinden. Diese besteht jedoch heute hauptsächlich aus Cup Porsches und nicht mehr, wie vor einigen Jahren, aus diversen selbst aufgebauten Fahrzeugen diverser Hersteller. Aber warum meckern, auch wir haben genau diese Entwicklung mitgemacht.
Ein kleiner Sprung in das vergangene Wochenende. Da bei den Teammitglieder keinerlei Überredungsbedarf von Nöten war und auch der Porsche nach 3 Monaten mehr oder weniger fertig in der Garage stand, entschieden wir uns an den VLN Test- und Einstellfahrten teilzunehmen. Fahrwerksabstimmung war die hierbei der Hauptpunkt. Am Ring angekommen, war eigentlich alles wie immer und wir freuten uns die ersten Runden mit dem 997 in Angriff zu nehmen.
Am Samstagmorgen durfte Lukas bei trockener Strecke die ersten Installationsrunden drehen um unweigerlich festzustellen, dass das Gripniveau der Vorderachse gegen null tendierte. Richard teilte diese Meinung nach seinen ersten Runden. Aber auch kleinere Probleme in der Elektrik kamen zum Vorschein. Abhilfe gegen die Unfahrbare Vorderachse brachten letztendlich nur 2 neue Vorderreifen. Zum ersten Mal probieren wir seit langem mal wieder Michelin. Und siehe da, mit den neuen Reifen war die Vorderachse nicht mehr wieder zu erkennen. Aufgrund diverser übermotivierter Rennprofis und den daraus folgenden Roten Flaggen konnte Richard seine erste Nordschleifenrunde erst um 11.30 Uhr drehen um anschließend das Volant an Lukas zu übergeben. Beide klagten über eine sehr unangenehme Hinterachse, vor allem an schnellen Passagen. Nach kurzer Beratschlagung mit einem Nordschleifen- und Fahrwerksspezialist, brachte hierbei die Abänderung der Druckstufe der Hinterachse Abhilfe. Richard konnte das Auto in der folgenden Runde kaum wieder erkennen, so gut war die Hinterachse, jedoch neigte nun die Vorderachse zum Springen. Just in dem Moment, in dem Richard mit verstellter Vorderachsabstimmung noch einmal raus sollte, wurde das Training erneut unterbrochen. Leider dauerte dieses Pause solange an, dass es in der Zwischenzeit zu regnen und anschließend sogar zu schneien begann. Damit war der Tag für uns gelaufen.

RPM Racing ist zurück

RPM Racing ist zurück

RPM Racing wird 2014 wieder an mehreren VLN Läufen teilnehmen, nachdem es seit 2011 ruhig um die Truppe geworden war.
Das Team wird in diesem Jahr einen Porsche 997 Cup von 2011 einsetzen.
Mehr Details dazu in Kürze hier auf der Webseite.